Berlin – Stadt mit langer Geschichte
Berlins Geschichte beginnt schon vor der ersten urkundlichen Erwähnung, die ersten Siedlungsspuren stammen wahrscheinlich aus der Zeit von ungefähr sechzigtausend vor Christus, wie Feuersteinfunde und bearbeitete Knochen belegen. Sehr anschaulich stellt das Museum für Vor- und Frühgeschichte diese Anfänge der Bundeshauptstadt dar. Ab dem sechsten Jahrhundert vor Christus siedelten sich nachweislich Germanen und Burgunder an, den Germanen folgten ab dem sechsten Jahrhundert nach Christus Slawenstämme, deren Zeit mit der Gründung der Mark Brandenburg 1157 endete. Die erste urkundliche Erwähnung von Spandau stammt aus dem Jahr 1197, gefolgt von Köpenick 1209 und Cölln 1237 sowie von Berlin selbst 1244. Im Jahr 1320 kam die Stadt unter Wittelsbacher Herrschaft, 1415 bis 1918 regierten die Hohenzollern.
Das heutige Schloss Charlottenburg entstand unter der Herrschaft König Friedrich I, der sich 1701 selbst krönte und damit wesentlich zur Entwicklung der Stadt beitrug, in dem er Berlin zu einer königlichen Haupt- und Residenzstadt erhob. Nachdem in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts die industrielle Revolution einsetzte, verdoppelte sich die Zahl der Einwohner von zweihunderttausend auf vierhunderttausend. Nach der Gründung des Deutschen Reichs 1871 wurde Berlin Reichshauptstadt, 1884 begann der Bau des noch heute existierenden und von der Politik genutzten Reichstags.
Der Zweite Weltkrieg (1939-1945) veränderte den Status der fast völlig zerstörten Stadt. Nachdem Hitler am 21. April 1945 Selbstmord begonnen hatte, kapitulierte Berlin am 02. Mai, woraufhin das Regierungsviertel von der Roten Armee besetzt wurde. Februar 1945 hatte die Alliierten beschlossen, dass die Stadt in vier Sektionen aufgeteilt wird, jeweils zu einem Viertel von Großbritannien, Frankreich, den USA und der Sowjetunion, weshalb sich die Sowjettruppen im Sommer 45 aus den Westbezirken zurückzogen, den Osten aber besetzt hielten. Juni 48 blockierten die Sowjettruppen sämtliche Zugänge zur Stadt, um diese vollständig unter ihr wirtschaftliche Kontrolle zu bekommen, die westlichen Alliierten reagierten mit einer Luftbrücke und hielten so die Versorgung mit den berühmten Rosinenbombern aufrecht. Die Teilung Berlins endet mit dem Fall der Mauer Oktober 1989, am 03. Oktober 1990 wurde Berlin gemäß Einigungsvertrag zur Bundeshauptstadt.
Wer in Berlin Urlaub macht, wird sich sicher über die kulturellen Besonderheiten der Hauptstadt informieren. Dabei bekommt man einen großen Teil der Geschichte Berlins vermittelt und kann sich vor Ort direkt überzeugen, dass diese geschichtsträchtige Stadt etwas ganz Besonderes ist.

